4 Dimensionen der Bildung

konkretisieren die Dimensionen der Schulischen Bildung und damit auch das Dagstuhl-Dreieck. Es ist  der Titel eines Buches. Das Buch beschäftigt sich mit den Fragen: Wie soll in Zukunft das Lernen in Schulen organisiert sein? Was müssen junge Menschen für das 21. Jahrhundert im Zeitalter der KI und Robotik lernen?

Das Buch beschreibt vier Dimensionen der Bildung als Wissen, Skills, Charakter und Meta-Lernen und was jeweils in diesen Bereich vermittelt werden sollte. Herausgeber des Buches ist das Center for Curriculum Redesign (CCR).

Andreas Schleicher (Verantwortlicher für die PISA-Studie) lobt das Buch „Die vier Dimensionen der Bildung“

„Das Buch bietet erstmals ein klares und praxistaugliches organisatorisches Framework für die Kompetenzen, die wir für dieses Jahrhundert brauchen.“ sagt Andreas Schleicher, Direktor für Bildung bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). youtu.be/-t2q0CGu2MY

Grundlage und Ausgangspunkt der Überlegungen ist die Erkenntnis, dass die Welt, für die unser Bildungssystem geschaffen wurde nicht mehr existiert und auch jedes neu entwickelte System nur eine kurze Halbwertszeit hätte. Deshalb sollen die Curricula im Bewusstsein des unvermeidbaren weiteren Wandels und einer unvorhersehbaren Zukunft so modifiziert und gestaltet werden. Dies ermöglichen Curricula, die darauf abzielen SchülerInnen anpassungsfähig und versatil, also vielseitig und beweglich, auszubilden.

Um die derzeitigen Curricula zukunftsgerichtet zu aktualisieren, biete das Buch Schulen eine Rahmenstruktur an. Das Buch bezeichnet sie als Framework. 

Dieses Framework  “blickt auf Wissen (was Lernende kennen und verstehen), auf Skills (wie sie ihr Wissen anwenden), auf Charakter (wie sie sich in der Welt verhalten) und auf Metalernen (wie sie sich selbst reflektieren und anpassen können, indem sie kontinuierlich weiter lernen und auf ihre Ziele hinarbeiten).” (Zitat S. 7) Alle diese Eigenschaften gehören zusammen: Bevor überhaupt ein Nutzen entstehen kann, benötigt man ein Grundlegendes Wissen. Dieses Wissen schafft dann einen Nutzen, wenn es durch Kompetenzen angewendet werden kann. Die Anwendung des Wissens kann nachhaltig sein oder sogar für die Gesellschaft zum Schaden (Diesel-Abgassankandal). Charakter ist entscheidend dafür, wie die eigenen Kompetenzen zum allgemeinen Nutzen angewendet werden. Und weil sich Wissensinhalte, Auswahl für die aktuelle Lebenssituation wichtiger Wissensgebiete, die Methoden, Gesellschaft und die ganze Welt ständig ändern, ist es wichtig in Form eines Meta-Lernens das Lernen selbst und dessen Inhalte immer wieder anzupassen.

Quelle: bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/themen/Medienbildung/Veranstaltungen/fachtagung/4._FT_alles_medien_oder_was/20190320_Lisum_Joeran_Muuss-Merholz_print.pdf 

Die 4-K-Skills (21st Century Skills) fallen nicht zu Lasten des Unterrichtens von inhaltlichem Wissen. Sofern für ein effektives Lernen gilt es diese Kompetenzen auf die jeweiligen Wissensbereiche anzuwenden. Anhand der Wissensinhalte des jeweiligen Fächerkanons erwerben SchülerInnen diese Kompetenzen direkt im Unterricht.

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